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Der Dalai Lama auf Einladung des Tibetischen Zentrums in Hamburg
Der Besuch stand unter dem Motto "Frieden lernen-Die Praxis der Gewaltlosigkeit". In Zeiten in denen Gewalt vielerorts zum Alltag gehört, ist die Botschaft, dass Frieden möglich und lernbar ist, von größter Bedeutung. S.H. der Dalai Lama ist als Mönch und Friedensnobelpreisträger ein Vorbild im Engagement für eine friedliche Welt. Neben den Unterweisungen "400 Verse" gab es noch ein riesiges kulturelles Rahmenprogramm in Hamburg.
Am Samstag und Sonntag sprach S.H. zum Thema "Frieden lernen" in der mit 10.000 Besuchern gefüllten Arena am Rothenbaum. Moderator des vormittäglichen Dialogs am Samstag war der Autor Roger Willemsen, die Dialogpartner Prof. Dr. Manfred Cierpka, Arzt für Psychiatrie und Psychoanalytiker in Heidelberg und Niklaus Brantschen, Jesuitenpater und Zenmeister. Sie stellten humanitäre Projekte vor, deren Kernfragen von S.H. beantwortet wurden.
Nachmittags waren Wolfram Weiße, Prof. für Erziehungswissenschaft und Religionspädagogik an der Uni Hamburg, die Journalistin Beate Strenge sowie Annegrethe Stoltenberg, Landespastorin und Vorstandsvorsitzende der Diakonie in Hamburg Gesprächspartner. Sie stellten jeweils ihre Aktionen (dialogorientierter Religionsunterricht für Alle; Mediation bei Klassenkonflikten und Disziplinproblemen; Obdachlosenzeitung Hinz&Kunzt) vor.
Am Sonntagvormittag setzte sich der Dialog mit S.H. dem 14. Dalai Lama fort.
Jakob von Uexküll, Gründer des "Alternativen Nobelpreises", der sich in den letzten Jahren darauf konzentriert den Weltzukunftsrat ins Leben zu rufen; die Kroatin und in Berlin lebende Bosiljka Schedlich die einen Verein gegründet hat, der sich um Integrationshilfe und Traumaarbeit für Kriegsflüchtlinge müht, war an diesem Vormittag ebenso Gast wie Judith Holofernes, Sängerin und Texterin der Band "Wir sind Helden". Diese Tage waren total spannend und dem Friedensnobelpreisträger und buddhistischen Gelehrten zuzuhören war eine tiefe Bereicherung. Seine Heiligkeit Tenzin Gyatso zog alle Anwesenden in seinen Bann und er gab auf schwierige Fragen einfache Antworten. Zum Beispiel: "the center of compassion is egoism....Liebe und Sorge zu uns selbst, dann diese auf den Nächsten ausdehnen. Das ist die Art des Mitfühlens. Wenn wir selbstsüchtig sind dann ist das dumm. Wenn wir an die Bedürfnisse der Anderen denken ist das klug und weitsichtig. Mitgefühl sollte mit Weisheit gepaart sein."
Am Sonntagnachmittag war ein Vortrag zum Thema "Mitgefühl in der globalisierten Welt.
Von Montag, 23. Juli bis Freitag, 27. Juli gab S.H. der Dalai Lama die Unterweisung "Arjadeva, die 400 Verse über die Übungen auf dem Weg zur Erleuchtung" Es geht hierbei um die Erkenntnis der Leerheit und das Aufgeben von Anhaftung. Eine buddhistische philosophisch - meditative Praxis. Übungen auf der Seite der Methode und der Praxis.
Es waren für Alle die in der Nähe S.H. des Dalai Lama sein konnten segensreiche Tage. Jetzt muss der Alltag wieder zurückerobert werden.
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