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Free Me - Kampagne: Sonam Gyalpo
Helfen Sie mit, die Freilassung von Sonam Gyalpo zu erreichen
Sonam Gyalpo, 1955 im Distrikt Gonkar geboren und seine Frau Tsamchoe - beide von Beruf Schneider - wurden am 28. August 2005 gegen 18 Uhr von vier Beamten vor ihrem Haus in Lhasa verhaftet. Die Aktion stand im Zusammenhang mit den Vorbereitungen zu den Feierlichkeiten zur Gründung der sog. Autonomen Region, die am 1. September begannen. Um Proteste zu unterbinden, wurden insgesamt zehn Tibeter von den Sicherheitsbehörden festgenommen.
Als Sonam Gyalpo und seine Frau an jenem Tag ihren Laden geschlossen hatten und nach Hause gingen, wurden sie bereits von Agenten des Geheimdienstes erwartet. Sie durchsuchten über drei Stunden jeden Winkel des Hauses, leerten die Reis- und Tsampabehälter aus und zerteilten Butterstücke. Bei der Durchsuchung fanden sie Material mit religiösem Inhalt, u. a. Bücher, Videos, Druckschriften und Bilder des Dalai Lama. Alles wurde konfisziert. Die Repression richtet sich nicht nur gegen einzelne.
Seit der Besetzung Tibets durch die VR China wurde Sonam Gyalpos Familie aufgrund ihrer Treue zur tibetischen Tradition verfolgt. Sein Vater Ganpo Karma Tsewang verbrachte 15 Jahre im Gefängnis, weil er die tibetische Widerstandsbewegung unterstützte. Er verstarb 1989. Wie viele andere Aristokraten, wurde auch seine Mutter Lhayang Drolkar während der Kulturrevolution immer wieder öffentlich gedemütigt. Sie verstarb 1980 im Alter von 40 Jahren.
Sonam Gyalpo wurde erstmals 1987 nach einer friedlichen Demonstration gegen die chinesische Besetzung zusammen mit 20 Mönchen des Klosters Drepung verhaftet. Er hatte Poster gegen die Reformpolitik aufgehängt. Drei Jahren war er im Drapchi Gefängnis inhaftiert. Kurze Zeit später reiste er illegal nach Nepal und Indien, um seinen Bruder zu besuchen und den Segen des Dalai Lama zu empfangen. Das führte am 23. Juli 1993 - nur fünf Tage nach der Rückkehr - zu seiner erneuten Inhaftierung. Insgesamt musste er wegen der Reise ein Jahr in verschiedenen Gefängnissen verbringen.
Nach seiner letzten Verhaftung im Zuge der Kampagne "Hartes Durchgreifen" sind sein Schicksal und sein Aufenthaltsort unbekannt. Seine Angehörigen sind um sein Wohl und seine Sicherheit äußerst besorgt, denn politische Gefangene sind häufig systematischer Folterung und Misshandlung ausgesetzt.
Was können Sie tun?
Wir wenden uns mit dem Schicksal Sonam Gyalpos an Bundeskanzlerin Angela Merkel, die am 22. Mai die Volksrepublik China besuchen wird. Wir werden sie bitten, sich für seine Freilassung einzusetzen. Sie können diesen Appell unterzeichnen und weitere Unterschriften sammeln. Je mehr Bundesbürger sich für Sonam Gyalpo einsetzen, desto größer ist die Chance, dass unser Anliegen Gehör findet.
Bitte senden Sie diesen Appell [http://www.tibet-initiative.de/Kap1/Kap1-6/Kap1_6-18-1.html]
an unsere Initiative.
Bitte wenden Sie sich nicht direkt an Frau Merkel, denn wir sammeln die Unterschriften und geben Sie an die Kanzlerin weiter.
Sie finden diese Meldung auch auf unserer Homepage auf der Startseite im Kasten "Tibet
in Kürze" www:tibet-initiative.de
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