TIBET INITIATIVE DEUTSCHLAND e.V.

Tibetflagge weht in Würzburg
10.3.2006
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20. Januar 2006

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Tibetflagge auch 2006 am Bahnhofvorplatz in Würzburg


PRESSEERKLÄRUNG zum 10. März 2006
dem 47. Jahrestag des Tibetischen Volksaufstands


DEUTSCHLAND ZEIGT FLAGGE FÜR TIBET
Über 700 Bürgermeister setzen ein Zeichen

Stand 9. März 2006, 719 Teilnehmerstädte

719 Städte, Gemeinden und Landkreise in ganz Deutschland hissen am 10. März auf ihren Rathäusern und Ämtern die Flagge Tibets, darunter die Landeshauptstädte Düsseldorf, Hannover, Magdeburg, Mainz, Potsdam, Saarbrücken, Stuttgart und Wiesbaden. Von List auf Sylt bis Lindau am Bodensee und von Aachen bis Frankfurt (Oder) bekunden sie damit ihre Solidarität mit einer der letzten Kolonien dieser Erde. Aufgerufen zu dieser symbolträchtigen Aktion hat zum 11. Mal die Tibet Initiative Deutschland e.V.

Mit dem Hissen der tibetischen Flagge zeigen die Städte und Landkreise, die für Tausende von Bürgern stehen, ihre Sympathie für die gewaltlose, versöhnliche Politik des Dalai Lama und bekräftigen das legitime Recht des tibetischen Volkes auf Selbstbestimmung und Bewahrung seiner kulturellen, religiösen und nationalen Identität. Ihre Tat wäre in Tibet ein Verbrechen.

Die immense Unterstützung, die Tibet durch Hunderte von demokratisch gewählten deutschen Bürger-meisterInnen und Landräten erfährt, ist eine deutliche Aufforderung an die Bundesregierung, die Tibetfrage endlich offensiv anzugehen und die Rechte des tibetischen Volkes nachdrücklich zu unterstützen. Den Dalai Lama als rechtmäßigen Vertreter des tibetischen Volkes anzuerkennen und ihn zu empfangen, wäre ein Schritt in die richtige Richtung, der auch seine Position in den Gesprächen mit Peking stärkten würde," sagt Monika Deimann, die Koordinatorin der Aktion. Der Wunsch nach immer besseren Wirtschafts-kontakten mit China ist verständlich, doch er muß dort eine Grenze finden, wo die grundlegenden Rechte eines anderen Volkes verletzt werden. Einsatz für den Schwächeren ist kein Affront dem Stärkeren gegenüber: Wer Flagge zeigt für Tibet ist kein Feind Chinas.
Gerade wir Deutschen sollten Verständnis haben für den Wunsch der Tibeter nach Selbstbestimmung. Ich hoffe, die Bundeskanzlerin wird das Rückrat und die Zivilcourage zeigen, die ihre männlichen Vorgänger so schmerzlich vermissen ließen."

Bei der Flaggenaktion der Tibet Initiative Deutschland geht es im Kern weder um Menschenrechts-verletzungen noch um Außenpolitik ­ es geht um die Frage von Recht und Unrecht. Unrecht, das dem tibetischen Volk bis heute angetan wird. Und diese Frage macht nicht an kommunalen, regionalen oder nationalen Grenzen halt. Wir freuen uns, daß eine derart hohe Zahl von Bürgermeistern und Bürger-meisterinnen, Landräten und Landrätinnen diese Überzeugung teilt.

Die TIBET INITIATIVE DEUTSCHLAND dankt den Verantwortlichen der Städte, Gemeinden und Land-kreise für ihre Solidarität und ihr Bekenntnis zu globaler Veranwortung.


Die aktuelle Liste der Teilnehmer, die Grußbotschaften von Abgeordneten des Deutschen Bundestags und des Europäischen Parlaments sowie weitere Informationen zur Flaggenaktion finden Sie im Internet unter www.tibetflagge.net Eine Tibetflagge als gif-Datei kann angefordert werden.


Teilnehmer: Baden-Württemberg 131, Bayern 122, Brandenburg 18, Bremen 6, Hessen 103, Mecklenburg-Vorpommern 19, Niedersachen 101, Nordrhein-Westfalen 80, Rheinland-Pfalz 7, Saarland 31, Sachsen 36, Sachsen-Anhalt 42, Schleswig-Holstein 17, Thüringen 6

Werden Sie aktiv und steigern Sie den Erfolg der Aktion

Die Tibet Initiative benötigt die Unterstützung von möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern bei ihrem Vorhaben, in diesem Jahr die Zahl der Beteiligungen an der Flaggenaktion erneut zu steigern. Prüfen Sie bitte deshalb zunächst, ob in Ihrem Wohnort im vergangenen Jahr am 10. März die Tibet Flagge bereits wehte. Sie finden dazu unter der Adresse "www.tibet-initiative.de/tibetflagge" eine alphabetische und eine nach Bundesländern sortierte Liste

War Ihr Wohnort noch nicht dabei? Dann bitten wir Sie, Ihre Bürgermeisterin / Ihren Bürgermeister auf unsere Aktion aufmerksam zu machen und eine Beteiligung an der diesjährigen Flaggenaktion vorzuschlagen.

Nachstehender Text kann Ihnen dabei sicher behilflich sein. Verweisen Sie bitte auch auf unsere oben bereits genannten Informationen im Internet.

Sollte die Hauptstadt Ihres Bundeslandes unter den Teilnehmern sein [Düsseldorf, Hannover, Magdeburg, Mainz, Potsdam, Saarbrücken, Stuttgart], so weisen Sie in Ihrem Brief darauf hin. Das wird sicher die Chancen auf eine positive Entscheidung erhöhen.

Mustertext für das Schreiben an Ihre Bürgermeisterin/Ihren Bürgerneister:

Flagge zeigen für Tibet am 10. März 2006 / Zeichen der Solidarität am Gedenktag Am Donnerstag den 10. März 2006 jährt sich zum 47. Mal der Jahrestag des Aufstandes des tibetischen Volkes gegen die chinesischen Besatzer. Am 10. März 1959 hatte sich das tibetische Volk zehn Jahre nach dem Einmarsch der "Volksbefreiungsarmee" in der Hauptstadt Lhasa gegen die übermächtigen Invasoren erhoben. Bei den mehrtägigen Kämpfen verloren nach offiziellen chinesischen Angaben mehr als 87.000 Tibeter ihr Leben. Sie machen jedoch nur einen minimalen Anteil der Opfer aus, die die Jahrzehnte der Gewaltherrschaft forderten. 1,2 Millionen Tibeter kamen bis heute durch Hunger, Zwangsarbeit, Haft, Folter und Hinrichtungen ums Leben.

Die kommunistischen Besatzer zerstörten seither über 6.000 Klöster, Tempel und andere Kulturdenkmäler. Sie unterdrücken nach wie vor die tibetische Sprache und Religionsausübung. Der Alltag der Tibeter wird bis zum heutigen Tag geprägt durch die stände Bedrohung, die sogar Kinder betrifft, inhaftiert und in eins der zahlreichen Arbeitslager gebracht zu werden.

Als Zeichen der Solidarität und um das Recht des tibetischen Volkes auf Selbstbestimmung zu unterstützen, zeigen seit 1996 in ganz Europa Städte, Landkreise und Gemeinden die tibetische Nationalflagge an ihren Rathäusern oder anderen öffentlichen Gebäuden. Die Beteiligung an dieser Aktion steigt vor Jahr zu Jahr. Im ersten Jahr 1996 wurden 21 Teilnehmern verzeichnet und im vergangen Jahr zeigten bundesweit 650 Städte, Landkreise und Gemeinden Solidarität für das von China besetzte Himalaja-Land.

Auch der Bundestag und das Europäischen Parlament beschäftigten sich mehrmals mit der Tibet Frage.

Auszug aus der Resolution des Deutschen Bundestages vom 18.04.2002: "Da es sich bei der Tibet-Problematik um ein gemeinsames europäisches Anliegen handelt, appelliert der Deutsche Bundestag an die Parlamente der Mitgliedsländer der Europäischen Union sowie an das Europäische Parlament und fordert die Europäische Union und die Regierungen ihrer Mitgliedsländer auf, sich bei bilateralen Kontakten mit China für eine baldige Aufnahme eines Dialogs zwischen dem Dalai Lama und der chinesischen Führung einzusetzen. Für eine dauerhafte politische Lösung hält der Deutsche Bundestag den mehrfach vom Dalai Lama angeregten direkten Dialog über die Lage Tibets für unverzichtbar. Es wäre für China und die in China beheimateten Menschen ein großer Gewinn, wenn der Dialog über die Lage in Tibet alsbald beginnen und zu einer dauerhaften politischen Lösung führen würde."

Auszug aus der Resolution des Europäischen Parlaments vom 27. 10.2005:
"Das Europäische Parlament bedauert das Fehlen konkreter Ergebnisse hinsichtlich des Menschenrechtsdialogs zwischen der Europäischen Union und China und fordert die Regierung der Volksrepublik China erneut auf, die unmenschlichen Haftbedingungen in ihren Gefängnissen zu verbessern, die Folter von Gefangenen einzustellen bzw. abzuschaffen, den anhaltenden Menschenrechtsverletzungen gegenüber dem tibetischen Volk und weiteren Minderheiten Einhalt zu gebieten und sicherzustellen, dass sie die internationalen Menschenrechtsnormen und das humanitäre Recht respektiert."

Leider hat sich . [Name der Stadt / des Landkreises / der Gemeinde] bisher noch nicht an der Aktion beteiligt. Bitte überprüfen Sie doch einmal, ob es nicht möglich wäre, dies in diesem Jahr zu ändern.

Es entstehen Ihnen dadurch so gut wie keine Kosten. Die tibetische Nationalflagge stellt Ihnen die Tibet Initiative Deutschland e.V. [TID] kostenlos leihweise zur Verfügung. Es würde lediglich das Porto für die Rücksendung anfallen. Sollten Sie sich für eine Teilnahme entscheiden, so könnten Sie die Flagge auf der Homepage der TID www.tibet-initiative.de/tibetflagge online bestellen. Ich würde mich außerordentlich freuen, wenn Sie meinen Vorschlag aufgreifen, sich und unsere Stadt / unser Landkreis / unsere Gemeine damit in den großen Kreis der Solidarität einreihen würden.

Tibet Initiative Deutschland e.V.
Greifswalder Straße 4
10405 Berlin

TID-Geschäftsstelle
Tel.: 030-420815-21
E-Mail: office@tibet-initiative.de

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Tel.: 030-420815-24
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