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Inhalt:
1. Tibeter nach Bezahlung der Geldstrafen aus nepalesischer Haft entlassen
2. Drei Mönche und eine Nonne in Tibet wegen eines Dalai Lama Posters verhaftet
3. Freedom House setzt Tibet auf die unterste Skala der Freiheitsrechte
4. Der Dalai Lama lehnt die rosige Sicht von Tibet ab
5. Der Dalai Lama eröffnete die Kalachakra Zeremonie
6. Heinrich Harrer starb im Alter von 93 Jahren
7. Dharamsala trauert um Heinrich Harrer
8. NGOs arbeiten zusammen, um den Tigerfell-Handel zu stoppen
1. Radio Free Asia, 14. Dezember 2005
Kathmandu - 22 Tibeter sind Informationen zufolge wegen illegaler Einreise nach Nepal
verhaftet worden und nach Bezahlung der Geldstrafen durch Exiltibeter von umgerechnet
121 US Dollar für die erste Gruppe bzw. 267 US Dollar für die zweite Gruppe wieder
freigelassen worden. Die erste Gruppe wollte nach Indien zu den Kalachakra-Belehrungen
des Dalai Lama weiterreisen, die zweite Gruppe wollte von einer Pilgerfahrt nach
Indien über Nepal nach Tibet zurückkehren. (Übersetzung: Irina Raba, Adelheid Dönges,
Angelika Mensching, igfm)
www.rfa.org
2. Radio Free Asia, 20. Dezember 2005
Dharamsala - In der Provinz Gansu nahmen chinesische Behörden tibetische Mönche und
eine Nonne fest. Sie hatten ein Poster mit Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama angebracht,
auf dem sie die chinesische Regierung drängten, in einen Dialog mit dem Dalai Lama
einzutreten. Festgenommen wurde der Mönch Thargyal aus der Gegend Arik, der Mönch
Jamyang Samdup aus Drakmar, der Mönch Sherab und die Nonne Chokyi Dolma aus Gomang.
(Übersetzung: Irina Raba, Adelheid Dönges, Angelika Mensching, igfm)
www.rfa.org
3. Freedom House, 19. Dezember 2005
Das Freedom House/USA setzt in seiner jährlichen Studie "Freedom in the World" Tibet
auf die unterste Skala bei der Bewertung der politischen und bürgerlichen Freiheitsrechte.
"Die beiden Territorien mit der schlechtesten Bewertung sind das unter chinesischer
Herrschaft stehende Tibet und Tschetschenien, wo die einheimische muslimische Bevölkerung
in einen brutalen Guerillakrieg um ihre Unabhängigkeit von Russland verwickelt ist".
China wird in der diesjährigen Evaluation des Freedom House als "unfrei" eingestuft.
Tibet erscheint unter der Rubrik "umstrittene Territorien" und wird ebenfalls als
"unfrei" eingestuft und bei den politischen Rechten und bürgerlichen Freiheiten mit
der schlechtesten Note 7 belegt, womit es weltweit die Region ist, wo am wenigsten
Freiheit herrscht. (Übersetzung: Irina Raba, Adelheid Dönges, Revision: Angelika
Mensching, igfm)
www.freedomhouse.org
4. Xinhua; Reuters, 28. Dezember 2005
Der Dalai Lama hat die Beschreibung von Tibet als ?offen und glücklich' durch Gyaltsen
Norbu, den 16 Jahre alten, von den chinesischen Autoritäten anerkannten 11. Panchen
Lama und somit dem höchsten buddhistischen Führer in Tibet, zurückgewiesen. Der Dalai
Lama sagte, dass der junge Mann den chinesischen Autoritäten eindeutig schmeicheln
wolle, wenn er Tibets politische Stabilität und seinen Wohlstand preist. In einem
kürzlichen seltenen Interview mit der chinesischen Staatspresse, sagte Gyaltsen Norbu:
"Ich war an vielen Orten in dem letzten Jahrzehnt und war Zeuge der großzügigen Freiheit,
die Individuen und religiöse Organisationen gleichermaßen genossen." In einem Interview
mit Reuters wies der Dalai Lama diese Sichtweise zurück, indem er äußerte, dass Folter
und der Missbrauch der Menschenrechte noch immer die Norm seien. Er sagte, er sei
sehr traurig über die Nachrichten, dass Mönche gefoltert und getötet worden seien
durch die chinesischen Autoritäten, weil sie sich weigerten, ihn als einen Spalter
zu
denunzieren, der China Schaden zufügen will. "Ich habe betont, wenn sie mich denunzieren
müssen, dann bitte denunziert mich." "Ihre Sicherheit ist wichtiger. Bitte denunziert
mich einfach."
www.tibetinfonet.net
5. 05. Januar 2006
Der Dalai Lama eröffnete feierlich die 12 Tage Kalachakra-Zeremonie mit Gebeten und
einer Ansprache, während der er geltend machte, dass die Lehren Buddhas relevant
seien für die moderne Welt. Die Ansprache wurde auf Englisch und in verschiedene
indische Sprachen für etwa 40.000 Menschen übersetzt, die sich in der Stadt von Guntur
in Andhra Pradesh, Indien, versammelt hatten. Die meisten von ihnen waren Inder,
Nepali oder Tibeter und eine große Anzahl von internationalen Teilnehmern. Wie üblich
gab es eine große Anzahl von Tibetern aus Tibet unter den Teilnehmern, unter ihnen
jedoch unverhältnismäßig viele ältere Menschen und Menschen aus ländlichen Gebieten.
Dies zeigt, dass die Zuteilung von Reisedokumenten durch die chinesischen Autoritäten
selektiv erfolgt. Der Dalai Lama rief zur Ausbreitung der Botschaft von Liebe und
Frieden über den interreligiösen Dialog auf und sagte, dass Glück durch die Förderung
menschlicher Werte entstehe und dass die Kalachakra Belehrungen gerichtet seien auf
die Entwicklung in
nerer Werte.
6. Wien, dpa 7.1.2006
Heinrich Harrer, der österreichische Bergsteiger, Forscher und Lehrer des Dalai Lama
starb im Alter von 93 Jahren in Kärnten. Bekannt geworden war Heinrich Harrer durch
die Erstbesteigung der Eiger Nordwand 1938, durch seine abenteuerliche Flucht aus
britischer Gefangenschaft nach Tibet im 2. Weltkrieg und durch seine Freundschaft
mit dem Dalai Lama. Die Verfilmung seines Romans "Sieben Jahre in Tibet" brachte
ihm internationalen Ruhm ein.
7. Dharamsala, 9. Januar 2006
"Die Zentrale Tibetische Verwaltung (CTA) trauert um Heinrich Harrer und schickt
Gebete und Beleid zu den Mitgliedern seiner Familie. Sein Tod ist ein großer Verlust
für das tibetische Volk und für die Sache Tibets, die er so energisch begleitet hat
während seines langen und erfüllten Lebens", sagte Kalon Lobsang Nyandak Zahyul,
Kalon der Abteilung für Finanzen und Information und Internationale Beziehungen des
CTA. Während des Aufenthalts der Bergsteiger Heinrich Harrer und Peter Aufschneiter
in Lhasa von 1946 bis 1951, erwarben sie sich eine tiefe Wertschätzung für die Kultur
und die Lebensweise des tibetischen Volkes und ihrem Bestreben, ein Leben in Frieden
und Freiheit zu leben. Heinrich Harrer kam in Kontakt mit den höchsten Autoritäten
Tibets einschließlich Seiner Heiligkeit des Dalai Lama, den er unterrichtete in Themengebieten,
die sich erstreckten über Geographie bis hin zu Englisch. In dieser Zeit lernten
Heinrich Harrer und Peter Aufschneiter fehlerlos tibetisch sprechen. Seine Erfahrungen
in Lhasa veranlassten Heinrich Harrer das klassische Reisebuch zu schreiben "Sieben
Jahre
in Tibet", welches für mehrere Jahre in vielen Schulen Indiens und an anderen Orten
als Textbuch diente. Als Chinas Politik liberaler wurde, ging Heinrich Harrer zu
Beginn der 1980er Jahre nach Tibet zurück und schrieb eine Fortsetzung zu ?Sieben
Jahre in Tibet', mit dem Namen ?Zurück in Tibet', in welchem er die Zerstörung beklagte,
die nach Tibet und zu seinem Volk gebracht wurde.
www.tibet.net
7. Press Release, 13. Januar 2006
Stoppt das Abschlachten - stoppt das Tragen von Tigerfell
Dies ist eine einfache Botschaft hinter einer neuen Initiative, die diesen Monat
durch eine Koalition von Nicht-Regierungsabhängigen-Organisationen (NGOs) gestartet
wurde mit dem Ziel, unter den Benutzern von Tiger- und Leopardfell ein entsprechendes
Bewusstsein zu schaffen. Informationen werden vermittelt durch Fotografien, Posters,
Flugblätter und einen Film in Khampa Sprache, in dem die entsetzliche Skala des Gebrauchs
von Tiger- und Leopardfell aufgedeckt wird. Die Initiative wurde eröffnet bei der
Kalachakra-Zeremonie. Seine Heiligkeit, der Dalai Lama verurteilte den illegalen
Handel von Tiger- und Leopardfell und sagte, dass er sehr verlegen war, Fotografien
von Leuten zu sehen, die Tierfelle in Tibet tragen. Er empfahl auch den Tibetern,
für das Wohlergehen der Tiere zu sorgen.
TSG-L - Tibet Support Group List
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Greifswalder Straße 4
10405 Berlin
TID-Geschäftsstelle
Tel.: 030-420815-21
E-Mail: office@tibet-initiative.de
TID-Aktions- und Kampagnenreferat
Tel.: 030-420815-24
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