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TID-Newsletter 14-06-2005
Inhalt:
1. S.H. der 14. Dalai Lama in Berlin
2. S.H. der 14. Dalai Lama erhält den Hessischen Friedenspreis
3. Eine tibetisch-indisch-deutsche Kooperation im Rhein-Main-Gebiet
1. Der Dalai Lama kommt an diesem Donnerstag nach Berlin. Tibet-Aktivisten wollen die Straße des 17. Juni mit 2.000 tibetischen Flaggen schmücken.
Nach Informationen der taz soll am Donnerstag ein Treffen mit Außenminister Joschka Fischer stattfinden. Im Schiller-Theater wird der Dalai Lama anschließend den Preis "Das Licht der Wahrheit" der International Campaign for Tibet verleihen. Mit diesem Preis werden Menschen und Institutionen geehrt, die sich für Tibet in besonderem Maße engagieren. Preisträger sind Vaclav Havel, Otto Graf Lambsdorff und Irmtraut Wäger. Vaclav Havel, der ehemalige Präsident der tschechischen Republik, hat als erster Staatspräsident das religiös-politische Oberhaupt Tibets, den 14. Dalai Lama, empfangen. Dr. Otto Graf Lambsdorff hat als Vorstandvorsitzender der Friedrich-Naumann Stiftung gemeinsam mit der Stiftung die Interessen Tibets besonders unterstützt. Irmtraut Wäger hat 5000 Patenschaften für tibetische Flüchtlinge in Indien vermittelt und verwaltet sie auch als 86jähirge Frau noch heute.
Am Freitag trifft sich der Dalai Lama mit Mitgliedern der Bundestagsausschüsse für Menschenrechte und Auswärtiges und möglicherweise auch mit Angela Merkel. In der TV-Sendung "Beckmann" soll ein Auftritt des Dalai Lama aufgezeichnet werden. Am Nachmittag werden die Bürgermeister und Bürgermeisterinnen empfangen, die am 10. März, dem Jahrestags des tibetischen Volksaufstands von 1959, die tibetische Flagge in ihren Gemeinden hissten.
Siehe auch Klemens Ludwig, taz, 13.06.05 
2. Der Dalai Lama erhält am 27. Juli im Hessischen Landtag den mit 25.000 Euro dotierten Hessischen Friedenspreis. Am Tag davor soll der Dalai Lama mit dem hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch zusammentreffen und mit Friedensforschern über aktuelle politische Fragen diskutieren. Am 28. Juli wird der Dalai Lama im Wiesbadener Kurpark öffentlich sprechen und anschließend mit vielen Gästen aus Europa und den USA seinen Geburtstag feiern.
Am 6. Juli 2005 wird Seine Heiligkeit, der 14. Dalai Lama, 70 Jahre alt.
Mit der Verleihung des 11. Hessischen Friedenspreises werden die Verdienste des Dalai Lama für die chinesisch-tibetische Verständigung gewürdigt. Der Dalai Lama trete beharrlich für die kulturelle Autonomie seines Volkes und für Gewaltlosigkeit ein. Außerdem zeige er beispielhaft eine völlige Akzeptanz anderer Religionen.
In faz.net, 24.05.05
3. Fünf Firmen im Rhein-Main-Gebiet haben den Flug und Aufenthalt eines Dutzend tibetischer und indischer Politiker und Mönche ermöglicht. Anlass war die Premiere des Dokumentarfilms "Ein Leben für Tibet ? der XIV. Dalai Lama? im Kurhaus in Wiesbaden"
Am 3. Juli empfing der hessische Ministerpräsident Roland Koch die tibetische Delegation in der Staatskanzlei. Unter ihnen befanden sich der Innenminister Tempa Tsering und der Außenminister Lobsang Nayandak Zayul der tibetischen Exilregierung in Indien, die jüngere Schwester des Dalai Lama, Jetsün Pema, und der Bruder des indischen Ministerprädsidenten, Prof. Ramesh Tiwari.
Vertreter der fünf Firmen waren im Februar selbst Gäste in Dharamsala und informierten sich über die Situation in den Himalayadörfern Indiens, in die tibetische Eltern ihre ein- bis zweijährigen Kinder schmuggeln, damit sie in der dort gelebten tibetischen Kultur groß werden können. Der Zustand der Dörfer sei ?Mitleid erregend?, stellte Thomas Götzfried von der IT-Firma Götzfried AG fest.
Im Rhein-Main-Gebiet wurde bisher Spielzeug für die Kinder gesammelt und ein Hausbau finanziert. Jetzt brachten die Delegierten neue Ideen mit. Im Mittelpunkt steht eine Logistik, um Hilfsgüter ins Land zu bringen und Möglichkeiten zu finden, die sich jetzt in Indien gründende tibetische Handelskammer zu unterstützen. Thomas Götzfried formulierte es so. "Der Besuch hat den persönlichen Link und den Wunsch, etwas zu tun, noch stärker gemacht".
In Frankfurter Rundschau, 3.06.05 und Wiesbadener Kurier, 6.06.05
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