TIBET INITIATIVE DEUTSCHLAND e.V.

Flagge zeigen für Tibet
(ein Beispiel aus Höhr-Grenzhausen !?)


11. Februar 2005

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Vortrag Ngawang Sangdrol
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Flagge zeigen für TIBET Unter diesem Motto stand der 46. Jahrestag des Tibetischen VolksaufstandsBürgermeister Jürgen Johannsen und Stadtratsmitglied Jürgen Schwickerath(Bündnis 90/Die Grünen) hissen die tibetische Flagge vor dem Rathaus Höhr-Grenzhausen


1949/50 besetzten Truppen der Volksrepublik China das souveräne Tibet. Am 10. März 1959 erhoben sich die Tibeter in der Hauptstadt Lhasa gegen ihre Unterdrücker. Der Aufstand wurde von den Chinesen brutal niedergeschlagen. Der Dalai Lama musste fliehen. Heute leben mehr als 120.000 Tibeter im Exil.

Die Tibet Initiative Deutschland e. V. setzt mit Ihrer symbolträchtigen Aktion „Flagge zeigen für Tibet“ ein Zeichen für Tibet zum 10. Mal ein Zeichen für Tibet.


650 Städte, Gemeinden und Landkreise in ganz Deutschland hissten am 10. März vor ihren Rathäusern und Ämtern die Flagge Tibets und bekundeten damit ihre Solidarität mit einem seit über 50 Jahren besetzten Land. Mit dem Hissen der tibetischen Flagge zeigen die Städte und Landkreise, die für Tausende von Bürgern stehen, ihre Sympathie für die gewaltlose, versöhnliche Politik des Dalai Lama und bekräftigen das legitime Recht des tibetischen Volkes auf Selbstbestimmung und Bewahrung seiner kulturellen, religiösen und nationalen Identität.

Stadtratsmitglied Jürgen Schwickerath (Bündnis 90/Die Grünen) fand es beschämend, dass sich nur fünf Städte und Gemeinden im Land Rheinland-Pfalz an dieser Aktion beteiligen. Er hatte den Vorschlag an den Bürgermeister herangetragen, jedes Jahr am 10.03. die tibetische Flagge zu hissen, um so an den Unabhängigkeitskampf des tibetischen Volkes zu erinnern. Höhr-Grenzhausen sei im nördlichen Landeteil „allein auf weiter Flur“.

Volksblatt Würzburg vom 08. März 2005:
"18 Jahre von Chinesen eingekerkert - Würzburg zeigt Flagge" -Aktionen der Tibet-Initiative


Würzburg (RDF) Die tibetische Flagge weht am Donnerstag, 10. März, vor dem Hauptbahnhof. Aus Solidarität mit dem jahrzehntelangen gewaltlosen Widerstand der Tibeter gegen die chinesische Besatzungspolitik ersucht die Tibet-Initiative Bürgermeister und Landräte am 46. Jahrestag des tibetischen Volksaufstandes für Tibet Flagge zu zeigen.
In Deutschland wehte die Tibetfahne im vergangenen Jahr in 571 Kommunen. In Unterfranken auch in Ochsenfurt, Randersacker, Veitshöchheim, Lohr, Marktbreit, Kitzingen, Karlstadt, Iphofen, Eibelstadt, Dettelbach und Rödelsee.

Die Regionalgruppe der Tibet-Initiative weist mit einem Infostand am 10. März von 16.30 bis 18.30 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz auf die Situation in Tibet und China hin. Höhepunkt ist am Samstag, 12. März, die europaweite Demonstration und Kundgebung "Freiheit für Tibet. Europa zeigt Flagge" in Berlin.
Am Sonntag, 13. März, berichtet um 19.30 Uhr die tibetische Nonne Ngawang Sangdrol im Rudolf-Alexander-Schröder Haus über ihre Erlebnisse im Gefängnis in Lhasa (Tibet). Sie hat mehr als die Hälfte ihres Lebens (18 Jahre) als politische Gefangene in chinesischer Haft verbracht. Folter und Freiheitsverlust haben ihren Mut noch bestärkt, schreibt die Initiative. Der Eintritt ist frei. Es wird um Spenden gebeten.

Pressemitteilung der Stadt Bad Vilbel, März 2005
"Eine Flagge für Tibet"



Am Donnerstag, 10. März 2005, zeigt die Stadt Bad Vilbel zusammen mit rund 600 weiteren deutschen Kommunen Flagge für das von China besetzte Himalaya-Land Tibet. Wie bereits in der Vergangenheit wird sich der Magistrat der Stadt Bad Vilbel auch in diesem Jahr an der Aktion "Eine Flagge für Tibet" der Tibet Initiative Deutschland e.V. beteiligen.

1949/50 wurde das souveräne Tibet von der Volksrepublik China völkerrechtswidrig besetzt und 1951 annektiert. Der verzweifelte Widerstand des tibetischen Volkes gegen dieses Vorgehen fand am 10. März 1959 in einem Aufstand in Lhasa, der tibetischen Hauptstadt, seinen tragischen Höhepunkt. Nach offiziellen chinesischen Angaben kamen dabei 87.000 Tibeter ums Leben.

Aus Solidarität mit dem jahrzehntelangen gewaltlosen Widerstand der Tibeter gegen die chinesische Besatzungspolitik wird in Bad Vilbel am 10. März, dem 46. Jahrestag des tibetischen Volksaufstands, die tibetanische Flagge vor dem Rathaus gehisst. Im vergangenen Jahr beteiligten sich in Deutschland über 570 Städte und Landkreise an der weltweiten Aktion. In Mitteleuropa wehten an diesem Tag insgesamt über 2000 tibetische Flaggen.

Obwohl sich die Lebensumstände seiner Landsleute in Tibet seit Jahren kontinuierlich verschlechtern, verfolgt der Dalai Lama, geistliches und weltliches Oberhaupt der Tibeter, konsequent eine Politik der Gewaltlosigkeit und Toleranz. Um das Überleben seines Volkes und der tibetischen Kultur zu sichern, ist der Friedensnobelpreisträger sogar bereit, auf die Tibet völkerrechtlich zustehende Unabhängigkeit zu verzichten und sich mit echter Autonomie innerhalb des chinesischen Staatsverbandes zu bescheiden. Gleichwohl schlugen all seine Versuche fehl, China zu einem Dialog über die Zukunft Tibets zu bewegen.

Aus diesem Grund wird jeweils am Jahrestag des Aufstandes in vielen Kommunen, Landkreisen und weiteren öffentlichen Einrichtungen im In- und Ausland die tibetanische Flagge gehisst.

Auf der Internetseite zur Flaggenaktion finden Sie eine Vielzahl von weiteren Informationen: www.tibetflagge.net.

Dr. Thomas Stöhr, Bürgermeister

Pressemitteilung der Stadt Coburg, 8.3.2005
Coburg zeigt "Flagge für Tibet"

Symbolische Unterstützung für das von der Volksrepublik China seit 1950 besetzte Land des Dalai Lama

Die Stadt Coburg wird am Donnerstag, 10. März, Flagge zeigen - und zwar die Flagge von Tibet. Mit dem symbolischen Akt will die Stadt Coburg an den Aufstand der Tibeter in ihrer Hauptstadt Lhasa am 10. März 1959 gegen die Besetzung durch die Volksrepublik China erinnern. Das chinesische Militär war 1950 in das Land des Dalai Lama einmarschiert. Seither hält die Volksrepublik China das Land gegen den Willen des tibetanischen Volkes besetzt. Und Tibet kämpft seither um sein Selbstbestimmungsrecht. Regelmäßig kommt es deshalb zu blutigen Zusammenstößen.

In den vergangenen Jahren haben der Deutsche Bundestag, die Volksvertretungen in Belgien und Luxemburg, das Europäische Parlament und das US-Repräsentantenhaus ihre Regierungen aufgerufen, sich für die Gewährung und Einhaltung der Menschenrechte in Tibet einzusetzen. 1996 wurde am Jahrestag des tibetanischen Nationalaufstands vor mehr als 600 europäischen Rathäusern und öffentlichen Gebäuden die Fahne Tibets gehisst. In Deutschland waren es 21 Städte und Gemeinden, darunter die Landeshauptstädte Kiel, Hannover, Erfurt und Stuttgart.

Auch die Stadt Coburg unterstützt die Aktion der Tibet Initiative Deutschland, indem sie die rot-blaue Fahne mit den beiden Löwen am Kongresshaus Rosengarten hisst. "Wir zeigen Flagge für den Demokratisierungsprozess in Tibet", begründet Oberbürgermeister Norbert Kastner diesen "stillen Protest gegen die Menschenrechtsver-letzungen" in Tibet.

Das Aktionsbündnis Tibet Initiative Deutschland setzt dabei auf die Strategie "Veränderung durch Dialog" des Dalai Lama und hofft, dass sich der Nobelpreisträger mit seinem Friedensplan letztlich gegen die Volksrepublik China durchsetzen wird.

Stadt Coburg, Büro Oberbürgermeister

Schrobenhausener Zeitung, 9. März 2005
"Eine Flagge weht für die Freiheit"



Aresing/Gachenbach (ssn). Am morgigen Donnerstag wird vor vielen Rathäusern in Deutschland eine ungewöhnliche Flagge gehisst: Vor einem rot-blauen Hintergrund zeigt sie eine goldene Sonne, die hinter einem schneebedeckten Berg aufgeht, an dessen Hängen zwei mythische Schneeleoparden stehen. Es ist die Fahne des freien Staates Tibet, den es seit der Besetzung durch China faktisch nicht mehr gibt.

Am 10. März erinnern Kommunen in vielen Staaten der Erde an die Unterdrückung des Himalayastaates und seiner Bevölkerung, indem sie öffentliche Gebäude mit dem farbenfrohen Tuch beflaggen. Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen sind die Kreisstadt Neuburg, und wie schon in den vergangenen beiden Jahren, die Gemeinden Aresing und Gachenbach mit dabei. Für Aresings Bürgermeister Horst Rössler war das erneut eine Ehrensache, und auch Gachenbachs Vizebürgermeister Xaver Wagner sagte in Vertretung von Jakob Bitscher sofort seine Unterstützung zu.

Der 10. März 1959 jährt sich heuer zum 46. Mal. Es ist das Datum des blutig niedergeschlagenen Volksaufstands. Zehn Jahre etwa war es damals her, dass das freie Tibet von der so genannten chinesischen Volksbefreiungsarmee angegriffen und besetzt wurde. Bereits 1954 befanden sich 222.000 chinesische Soldaten in Tibet, die politischen Spannungen im Land stiegen immer weiter an und entluden sich im großen Volksaufstand 1959 in der Hauptstadt Lhasa.

Es mehrten sich die Gerüchte, dass der Dalai Lama entführt oder gar getötet werden sollte, um den Widerstand des Volkes zu brechen. Aus Furcht und Sorge um ihr Oberhaupt versammelten sich am 10. März 300 000 loyale Tibeter um die Residenz des Gottkönigs, um ihm ein menschliches Schutzschild zu bieten. Doch dem Dalai Lama blieb nichts weiter übrig, als das Land zu verlassen. Er floh nach Indien. Der Aufstand wurde in den folgenden Tag von chinesischen Truppen blutig niedergeschlagen und kostete allein in diesen Tagen etwa 86.000 Tibetern das Leben.

Heute ist Tibet noch immer von China besetzt. Im Zuge diese Besetzung sind Folter, Zwangsabtreibungen, Zwangssterilisationen, Zerstörung und Unterdrückung an der Tagesordnung, wie die Tibet Initiative Deutschland (TID) berichtet.

p In den 55 Jahren seit dem Einmarsch der kommunistischen Truppen kamen rund 1,2 Millionen Tibeter ums Leben, bis auf einige wenige wurden im Zuge der Kulturrevolution alle 6000 buddhistischen Klöster zerstört. Die Besatzer versuchten den Menschen das zu nehmen, was ihnen am wichtigsten ist: ihre Religion.

1996 wurde in Deutschland eine Flaggenaktion ins Leben gerufen, die Solidarität mit Tibet verkörpert und auch den Protest gegen die Ungerechtigkeiten und Menschenrechtsverletzungen symbolisiert. Im Schrobenhausener Raum koordiniert der Aresinger Stefan Stromer die Flaggenaktion. Er steht für weitere Informationen zur Verfügung. Auch Bürgermeister, die ebenfalls die Tibet-Flagge hissen wollen, können sich an ihn wenden. Stefan Stromer ist am besten per E-mail erreichbar unter helfttibet@aol.com.

Pressemitteilung, Landkreis Lörrach, 24.2.2005

Landkreis Lörrach zeigt Flagge für Tibet

Global denken, lokal handeln. Sieben Jahre nachdem der Bundestag von der Bundesregierung erfolglos mehr Solidarität mit Tibet gefordert hat, werden immer mehr deutsche Städte, Gemeinde und Landkreise aktiv. Der Landkreis Lörrach zeigt am Donnerstag, den 10. März 2005, zusammen mit bundesweit über 500 Kommunen Flagge für das von China besetzte Himalaja-Land. Der Landkreis hisst die tibetische Nationalflagge zur Erinnerung an den Tag des tibetischen Volksaufstandes gegen die chinesischen Besatzer, der 1959 blutig niedergeschlagen worden war, um auf die gewaltsame Unterdrückung der Tibeter hinzuweisen.

Dass auch 46 Jahre nach dem Aufstand entgegen chinesischer Beteuerungen untragbare Zustände in Tibet herrschen, zeigte die Flucht des 17. Karmapa. Der nach dem Dalai Lama und dem Panchen Lama dritthöchste Würdenträger im Tibetischen Buddhismus floh aus der tibetischen Hauptstadt Lhasa unter lebensgefährlichen Bedingungen nach Nordindien, wo die tibetische Regierung im Exil ihren Sitz hat.

Der Panchen Lama, ein 16-jähriger Junge, ist seit zehn Jahren in China verschollen und gilt als der jüngste politische Gefangene der Welt. Im Mai 1995 hatte der Dalai Lama den damals sechsjährigen Gedhun Choekyi Nyima als 11. Panchen Lama anerkannt. Wenige Tage danach wurde er mit seinen Eltern von chinesischen Sicherheitskräften entführt. Seither gibt es über das weitere Schicksal dieses Jungen keine zuverlässigen Informationen. Statt dessen hat die chinesische Regierung einen anderen Jungen, dessen Eltern Mitglieder der Kommunistischen Partei Chinas sind, zum Panchen Lama erklärt.

Was der Landkreis Lörrach am Donnerstag tut, ist in Tibet ein Verbrechen. Die farbenprächtige Flagge mit der strahlenden Sonne über einem schneebedeckten Berg, an dessen Hängen zwei mythische Schneelöwen stehen, zu hissen, steht in dem ehemals souveränen Land unter Strafe. Daher hat die von der Tibet Initiative Deutschland organisierte Flaggenaktion besonderen Symbolcharakter.

Am 10. März 1959 hatte sich das tibetische Volk zehn Jahre nach dem Einmarsch der „Volksbefreiungsarmee" in der Hauptstadt Lhasa gegen die übermächtigen Invasoren erhoben. Bei den mehrtägigen Kämpfen verloren nach offiziellen chinesischen Angaben mehr als 87.000 Tibeter ihr Leben. Sie machen jedoch nur einen minimalen Anteil der Opfer aus, die die Jahrzehnte der Gewaltherrschaft forderten. 1,2 Millionen Tibeter kamen bis heute durch Hunger, Zwangsarbeit, Haft, Folter und Hinrichtungen ums Leben.

Die kommunistischen Besatzer zerstörten seither über 6.000 Klöster, Tempel und andere Kulturdenkmäler. Sie unterdrücken nach wie vor die tibetische Sprache und Religionsausübung. Der Alltag der Tibeter wird bis zum heutigen Tag geprägt durch Arbeitslager und Inhaftierungen, die auch vor Kindern nicht Halt machen.

Die ständigen Menschenrechtsverletzungen in Tibet rügte der Deutsche Bundestag am 20. Juni 1996 in einer parteienübergreifenden Resolution, in der es hieß: „Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf, sich verstärkt dafür einzusetzen, dass die Regierung der Volksrepublik China die weltweit anerkannten Menschenrechte achtet und die Menschenrechtsverletzungen gegen Tibeter beendet." Die Resolution zeigte jedoch weder vor noch nach dem Regierungswechsel eine spürbare Wirkung.

An der Flaggenaktion der Tibet Initiative Deutschland beteiligten sich 1996 im ersten Jahr 21 Städte, Gemeinden und Landkreise, 1997 waren es schon 76, 1998 nahmen 122 teil. Zum 40. Jahrestag des Volksaufstandes hatte sich die Zahl 1999 auf 315 mehr als verdoppelt. Im Jahr 2000 kam noch einmal ein Drittel mehr dazu, als 443 die Flagge hissten. Im vergangenen Jahr konnte das hohe Niveau mit 571 Kommunen sogar noch ein wenig gesteigert werden.

Marl, 25. Feb 2005
"Eine Flagge für Tibet"



Im Namen der Marler GRÜNEN möchten wir der Tibet Initiative Deutschland anlässlich des Aktionstages am 10. März unsere Unterstützung und Anerkennung mitteilen. Auch hier in Marl wird die tibetanische Flagge gehisst, die GRÜNE Fraktion wird durch ihre Anwesenheit demonstrieren, dass wir Ihren Kampf für die Menschenrechte in Tibet unterstützen und gut heißen. Wir unterstützen den Appell an die chinesische Führung, in einen ernsthaften Dialog mit dem Dalai Lama einzutreten, der sich mit großer Ausdauer und gewaltfrei für die Rechte der Tibeter einsetzt. Wir protestieren gegen die Menschenrechtsverletzungen durch die chinesische Regierung und gegen deren Bestrebungen, die tibetanische Kultur, Religion und nationale Identität zu zerstören.

Für die Fraktion Johannes Westermann

Fraktionsgeschäftsführer und stellvertretender Fraktionssprecher der Wählergemeinschaft DIE GRÜNEN Marl

www.rga-online.de, März 2005
Remscheid zeigt Flagge für Tibet



Global denken, lokal handeln: In einer parteiübergreifenden Resolution hatte der Bundestag 1996 von der damaligen Bundesregierung erfolglos mehr Solidarität mit Tibet gefordert. Im selben Jahr begann die Aktion "Eine Flagge für Tibet" mit 21 Kommunen. Je länger die Resolution ergebnislos bleibt, desto mehr deutsche Städte, Gemeinden und Kreise werden aktiv. Remscheid zeigt am Donnerstag, 10. März, zusammen mit 572 weiteren Kommunen Flagge für das von China besetzte Himalaya-Land. Der 10. März ist der Tag des tibetischen Volksaufstandes gegen die chinesischen Besatzer, der 1959 blutig niedergeschlagen worden war. Remscheid beteiligt sich bereits seit 1999 daran dieser Aktion. Was die beteiligten Kommunen am 10. März tun, ist in Tibet ein Verbrechen. Die Flagge mit der Sonne über einem schneebedeckten Berg, an dessen Hängen zwei mythische Schneelöwen stehen, zu hissen, steht im ehemals souveränen Land unter Strafe.

www.sulzbach-taunus.de, 28.02.2005
Flagge zeigen für Tibet



Aus Solidarität mit dem jahrzehntelangen, gewaltlosen Widerstand der Tibeter gegen die chinesische Besatzungspolitik wird die Gemeinde Sulzbach (Taunus) am 10. März die Tibetfahne am Verwaltungsgebäude, Otto-Volger-Straße, hissen. Der 10. März ist der 46. Jahrestag des tibetischen Nationalaufstands. Die Gemeinde folgt damit dem Aufruf der Tibet Initiative Deutschland, die zum achten Mal Bürgermeister und Landräte darum bittet, am 10. März für Tibet Flagge zu zeigen.

1950 wurde das bis dahin souveräne Tibet von Truppen der Volksrepublik China besetzt und 1951 völkerrechtswidrig annektiert. Am 10. März 1959 erhoben sich die Tibeter gegen die Okkupanten. Der Aufstand wurde von den Chinesen brutal niedergeschlagen. Der Dalai Lama floh ins Exil nach Indien. Mit ihm verließen 80.000 Tibeter ihre Heimat.

Mit dem Hissen der tibetischen Flagge solle nicht nur gegen die Menschenrechtsverletzungen und die Zerstörung der tibetischen Kultur und Religion protestiert werden, es geht auch um die völkerrechtliche Frage des verweigerten Rechts auf Selbstbestimmung. Zugleich ist dies eine deutliche Aufforderung an die Adresse Pekings, in der Tibetfrage endlich Verhandlungsbereitschaft zu zeigen und einen Dialog mit dem Dalai Lama aufzunehmen.

Die Fahnenaktion am 10. März 2005 soll auch zeigen, dass die Völkergemeinschaft nicht bereit ist, Verstöße gegen die Menschenrechte schweigend hinzunehmen.

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