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Liebe TID Freunde, 3.3. 2005
ich habe Ihnen versprochen, Sie über die Ereignisse in Nepal am laufenden
zu halten. Hier zwei Zeitungsmedlungen (s.u.)
Laut AI wurden übrigens vor dem chinesischen Neujahrsfest bis zu 200 Inhaftierte hingerichtet, um „den sozialen Frieden zu sichern“. Man wolle der Bevölkerung ein „sicheres und fröhliches Neujahrsfest garantieren“. Die katastrophale Menschenrechtslage in China sollte bedacht werden, wenn es um die Aufhebung des Waffenembargos der EU gegen China geht!
Einen wunderschönen Wintertag vor dem Durchbruch des Frühlings!
Eva Anderson
Rebellen in Nepal getötet
job. DELHI, 1. März. In Nepal sollen nach Angaben der Königlichen Armee mehr als 70 Maoisten in Gefechten getötet worden sein. Auch mindestens sechs Angehörige der nepalischen Sicherheitskräfte seien unter den Opfern, hieß es am Dienstag in Katmandu. Die Kämpfe waren im Süden, nahe der indischen Grenze, ausgebrochen, nachdem Rebellen an zwei verschiedenen Orten Soldaten angegriffen haben sollen. Die Armee setzte Hubschrauber zur Unterstützung ihrer Bodentruppen ein. Erst am Wochenende hatten die Rebellen eine Blockade der Hauptstraßen aufgehoben allerdings gleichzeitig angekündigt, den bewaffneten Widerstand zu erhöhen. Seit der Machtübernahme durch König Gyanendra Anfang Februar haben die Auseinandersetzungen zwischen Soldaten und Rebellen wieder zugenommen.
Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 02.03.2005 Seite 6
Schärfere Zensur in Nepal
KATMANDU, 2. März (AP). Die neue Regierung des Himalaja-Staates Nepal hat
die Pressefreiheit weiter eingeschränkt. Medien dürften künftig nicht mehr unabhängig über die maoistischen Rebellen berichten, teilte die Regierung am Mittwoch mit. Alle Informationen über Sicherheitsfragen seien von der Armee oder der Polizei zu beziehen. Über Strafen wurden keine Angaben gemacht, jedoch kann die Regierung per Gesetz Zeitungen und Rundfunksender verbieten. König Gyanendra hatte am 1. Februar die Regierung entlassen,den Notstand verhängt und Bürgerrechte eingeschränkt. Er begründete den Schritt mit dem Aufstand der Rebellen.
Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 03.03.2005 Seite 8
02. März 2005: Nepal befiehlt die Schließung des Büros des Dalai Lama und des Tibetischen Flüchtlingszentrums
Free Tibet Campaign (FTC) ist wegen der Schließung der Repräsentanz des Dalai Lama und des Tibetischen Wohlfahrtsbüros (TibetanRefugees Welfare Office = TRWO), die am 21. Januar 2005 in Kathmandu angeordnet wurde, in großer Sorge. Beide Büros mußten ihre Arbeit vollständig einstellen. Die Schließung wurde damit begründet, daß die Büros nicht dem nepalesischen Gesetz entsprechend registriert wären. Dem Vertreter des Dalai Lama, Wangchuk Tsering, zufolge sehen die nepalesischen Gesetze jedoch gar keine Möglichkeit vor, daß Flüchtlinge derartige Einrichtungen registrieren lassen.
Die Anordnung zur Schließung der Büros ist vermutlich auf die immer enger werdenden Beziehungen Nepals zu China und seinen Wunsch, der chinesischen Regierung entgegenzukommen, zurückzuführen. So ?begrüßte? denn China Anfang Februar die Schließung des Büros des Dalai Lama in Kathmandu. Der Sprecher des Außenministeriums Kong Quan erklärte, Nepal habe mit einem Akt der Anerkennung der chinesischen Souveränität die ?richtige Entscheidung? getroffen. Die britische Botschaft in Kathmandu ist, ebenso wie eine Delegation der nepalesischen Menschenrechtsorganisation HURON, im nepalesischen Außenministerium vorstellig geworden ? bisher jedoch ohne Erfolg.
In etlichen früheren Appellen dokumentierte FTC die bedrohliche Situation der tibetischen Flüchtlinge in Nepal. Jedes Jahr wagen 2500 ? 3000 Tibeter die gefährliche Reise über den Himalaya. Wenn sie es erst einmal bis Kathmandu geschafft hatten, erhielten sie bisher Unterstützung vom TRWO, das wiederum mit dem UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge eng zusammenarbeitete.
Das TRWO kümmerte sich sowohl um die tibetischen Flüchtlinge auf dem Weg nach Indien als auch um diejenigen, die regulär in Nepal leben. Derzeit gibt es etwa eintausend tibetische Flüchtlinge im Tibetan Refugee Reception Centre (Flüchtlingsauffanglager) in Kathmandu.
Die Entscheidung des nepalesischen Königs vom 31. Januar 2005, die parlamentarische Demokratie für drei Jahre außer Kraft zu setzen, ist ebenfalls äußerst besorgniserregend. In der Vergangenheit hat China von politischen Unruhen in Nepal stets profitiert. Im Mai 2003 wurden 18 tibetische Flüchtlinge zwangsweise aus einem nepalesischen Gefängnis nach China gebracht. Auf internationalen Druck hin versprach Nepal, keine tibetischen Flüchtlinge mehr nach China abzuschieben, sondern ihnen die Durchreise nach Indien zu gestatten.
Was Sie tun können:
Die Tibeter in Nepal befürchten, die ohnehin schon angespannte Lage in Nepal könnte sich weiter verschlechtern und bitten deshalb darum, höfliche Briefe an die nepalesische Regierung zu senden und dem UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge Kopien davon zukommen zu lassen.
1.Schreiben/mailen Sie der nepalesischen Regierung:Bringen Sie Ihre Besorgnis darüber zum Ausdruck, daß das Tibetische Wohlfahrtsbüro (TRWO), bei dem es sich um die Partnerorganisation des UNHCR in Nepal handelt, zur Einstellung seiner Arbeit gezwungen wurde.
Express concern that the Tibetan Refugees Welfare Office (TRWO), which was UNHCR?s local partner in Nepal, is not currently permitted to operate.
Appellieren Sie an Nepal, dem TRWO die notwendige Genehmigung zu erteilen, seine Arbeit in Nepal fortzusetzen, damit dem UNHCR weiterhin ein erfahrener und rechtlich anerkannter Partner zur Seite steht und der Schutz der tibetischen Flüchtlinge auch künftig gewährleistet ist.
Appeal to Nepal to grant TRWO the necessary permissions to operate in Nepal, thereby giving UNHCR an experienced and legally recognised partner with whom to work in Nepal, to ensure the future protection of Tibetan refugees.
Minister of Home Affairs
Kathmandu
Nepal
E-Mail: homehmg@wlink.com.np
Anrede: Dear Minister
2. Schicken Sie Kopien Ihres Briefes an das UNHCR:Drücken Sie Ihre Anerkennung für die wertvolle Arbeit des UNHCR in Nepal aus und bitten Sie darum, daß dessen Mitarbeiter weiterhin ihr bestes tut, um in Zusammenarbeit mit den Nepalesen eine tragfähige Lösung zu finden, damit das TRWO registriert werden kann und die Genehmigung für seine Arbeit in Nepal erhält.
Further express your support for the valuable work of UNHCR in Nepal and ask that they do their utmost to resolve this situation by working with the Nepalese in finding a workable solution to obtaining registration for TRWO and permission to operate in Nepal.
United Nations High Commissioner for Refugees
Case Postale 2500
CH-1211 Genève 2 Dépôt
Suisse/Schweiz
Anrede: Dear High Commissioner
Im Internet können Sie das UNHCR unter www.unhcr.org erreichen und anschließend in der oberen Zeile ?Contact Us? anklicken.
Der jetzige Hochkommissar Ruud Lubbers ist zurückgetreten. Er hat jedoch verlauten lassen, er werde seine Arbeit so lange fortsetzen, bis ein Nachfolger ernannt wird.
Bitte schicken Sie Kopien von Antwortschreiben an FTC, denn dies hilft uns bei der Beurteilung der Lage.
Übersetzung: Irina Raba, Adelheid Dönges, Angelika Mensching
Tibet Initiative Deutschland e.V. 28. Januar 2005
Wie die TID soeben erfuhr, hat die nepalische Regierung mit sofortiger Wirkung die Schließung der beiden tibetischen Büros in Kathmandu, das Office of Tibet und das TRWO [Tibetan Refugee Welfare Office] angeordnet. Beide Einrichtungen kümmern sich um die Belange der tibetischen Flüchtlinge und der etwa 20.000 Tibeter und Tibeterinnen, die in Nepal leben.
Die tibetischen Flüchtlinge wurden bisher in einem Auffanglager untergebracht, bis sie vom UN Flüchtlingshilfswerk UNHCR die erforderlichen Reisepapiere für die Weiterreise nach Indien erhielten.
Offensichtlich hat sich Nepal dem lang andauernden Druck Chinas gebeugt. China möchte den Flüchtlingsweg nach Nepal über die Himalayapässe weiter erschweren. Dazu zählen auch die Aufnahmeeinrichtungen der Tibeter in Kathmandu.
Die TID hat sich sofort an das Auswärtige Amt gewandt. Dort teilte man mit, dass bereits mehrere westliche Staaten in Nepal interveniert haben und nach einer Lösung der Problematik gesucht wird.
Die TID wird weiter über die Entwicklung berichten.
Tibet Initiative Deutschland e.V.
Greifswalder Straße 4
10405 Berlin
TID-Geschäftsstelle
Tel.: 030-420815-21
E-Mail :tibet-Initiative@freenet.de
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Liebe Tibet Freunde,
Von: Kuczewski-Anderson@t-online.de (Dr. med. Eva Kuczewski-Anderson)
Datum: 29. Januar 2005 11:11:25 MEZ
An: kuczewski-Anderson@t-online.de
Betreff: Nepal- Tibet
ich möchte dieses Mail mit Ihnen teilen und Ihnen die Möglichkeit anbieten, die unten angegebene Website anzuklicken.
Sie können dort auch einen Kommentar abgeben. Ich bitte Sie, klinken Sie sich ein. Noch haben wir ein wenig Zeit, einen kleinen Spielraum, die anbrandende Katastrophe zu stoppen. China missbraucht Nepal als seinen Handlanger, das tibetische Volk, seine Kultur auszulöschen. Aber warum, das macht doch keinen Sinn, höre ich viele sagen. Bitte bedenken Sie, dass es eine meist erfolgreiche politische Taktik ist, Händel zu suchen, einen Sündenbock zu deklarieren, um von innenpolitischen und sozialen Problemen abzulenken. Und China ist kein Paradies, wie Wirtschaftsreklame uns glauben machen will. Entschuldigen Sie bitte diesen persönlichen Exkurs, aber ich kann den Druck meiner tibetischen Freunde hautnah spüren und ich fühle mich wie unter Schock.
Mut und Entschlossenheit und einen klaren Blick
wünsche ich Ihnen an diesem wunderschönen Wintermorgen
Eva Anderson
" Oh, bad news today for you please let try to help your committee find out supporter more send Letter to Nepal Govt which is don't do like this rude for us , last week they give order us to closed our office of Representive His Holiness Dalai lama and welfare centre office which as refugee camp so pls try to hard to do this , l am really sad what the Nepal done for us which is really so bad action, Please let go to , www.phayul.com then you will see all news about its but what to do ? since we have nation right now there is no way to solve this kind of big problems but we have to try hardly . this is so bad so l am very sorry for you tell such bad news but it has heppened .
Tashi Delek best wishes l am looking forward from you soon .
Faithul N. Jigme
kuczewski-Anderson@t-online.de
Betreff: WG: AW: Tashi Delek
Datum: 27. Februar 2005 18:33:31 MEZ
Liebe TID-Freunde,
Ich möchte Ihnen diese Mitteilung aus Kathmandu von einem Mitarbeiter im Tibetan Reception Center Kathmandu weiterleiten.- Einige von Ihnen kennen Kunchok Chodak von einer Vortragsreise vor eineinhalb Jahren in Deutschland.Manchmal hört man geradezu euphorische Kommentare zu der Lage in Nepal, nun sei endlich Ruhe eingekehrt und der König habe alles im Griff...
Es kommt wohl sehr darauf an, in welchem sozialen Umfeld man sich bewegt.
The political situation in Nepal is very serious. The reception center has about 1100 refugees now and because of the continous blockade imposed by the maoist rebels at the major highways of Nepal the transportation system had seriously stopped. Many vehicles were setfires and driver shot to death for driving the venhicles during the blockade. Security forces are trying to escort the buses moving from Kathmandu to the borders and vice versa. The Tibet office is closed in Nepal. However Reception center is functioning under the UNHCR. Whatever happening here is very serious for the tibetan refugees.We are helpless, we can only wait and pray for our safety.
With warm regards,
Sincerely, Kunchok from Nepal
Die politische Situation in Nepal ist sehr ernst. Im Auffanglager für Tibeter befinden sich ungefähr 1100 Flüchtlinge und weil die Maoisten die Ausfallsstraßen von Kathmandu durchgehend blockieren, ist der Transportverkehr zum Erliegen gekommen. Viele Fahrzeuge sind in Brand gesteckt und die Fahrer erschossen worden, weil sie den Streik gebrochen haben. Sicherheitskräfte versuchen die Busse zur Grenze zu begleiten sowie in die entgegensetzte Richtung. Das Tibet Büro in Nepal ist geschlossen. Das Aufnahmelager besteht jedoch unter dem Schutz der Vereinten Nationen weiter. Was hier geschieht ist für die tibetischen Flüchtlinge sehr ernst. Wirkönnen nur warten und um Sicherheit bitten.
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