Am Montag, dem 10. März 2008 jährt sich zum 49. Mal der Jahrestag des Aufstandes des tibetischen Volkes gegen die chinesischen Besatzer. Am 10. März 1959 hatte sich das tibetische Volk zehn Jahre nach dem Einmarsch der "Volksbefreiungsarmee" in der Hauptstadt Lhasa gegen die übermächtigen Invasoren erhoben. Bei den mehrtägigen Kämpfen verloren nach offiziellen chinesischen Angaben mehr als 87.000 Tibeter ihr Leben. Sie machen jedoch nur einen minimalen Anteil der Opfer aus, die die Jahrzehnte der Gewaltherrschaft forderten. 1,2 Millionen Tibeter kamen bis heute durch Hunger, Zwangsarbeit, Haft, Folter und Hinrichtungen ums Leben.
Die kommunistischen Besatzer zerstörten seither über 6.000 Klöster, Tempel und andere Kulturdenkmäler. Sie unterdrücken nach wie vor die tibetische Sprache und Religionsausübung. Der Alltag der Tibeter wird bis zum heutigen Tag geprägt durch die stände Bedrohung, die sogar Kinder betrifft, inhaftiert und in eins der zahlreichen Arbeitslager gebracht zu werden.
Auch im vergangenen Jahr hat sich die Situation weiter verschlechtert und die Hoffnung wurde enttäuscht, dass sich im Bereich der Menschenrechtsverletzungen in Tibet anlässlich der Vergabe der Olympischen Spiele an China etwas zum Guten wenden würde.Durch die im Sommer 2006 in Betrieb genommene Eisenbahnlinie wird der Zustrom chinesischer Siedler erleichtert und die tibetische Bevölkerung weiter sinisiert.
Die Bemühungen des Dalai Lama, China zu Verhandlungen zu bewegen blieben erfolglos und und trotz der abweisenden Haltung Chinas beteuert der Dalai Lama, dass er weiterhin konsequent an seiner Politik der Gewaltlosigkeit und Toleranz festhält. Er verzichtet nach wie vor auf die - Tibet völkerrechtlich zustehende - Unabhängigkeit und fordert echte Selbstverwaltung innerhalb des chinesischen Staatsverbandes. S. H. der Dalai Lama fordert das Recht des Tibetischen Volkes auf Kulturelle und Religiöse Selbstbestimmung ein. Die chinesischen Machthaber unterdrücken die Ausübung der Religionsfreiheit brutal im letzten Jahr und ahnden friedliche Proteste mit härtesten Strafen.
Durch den Empfang des Dalai Lama hat unsere Bundeskanzlerin, Frau Angela Merkel, eine klare Botschaft gegen Menschenrechtsverletzungen und die Zerstörung der tibetischen Kultur, Religion und Identität erteilt. Auch der Bundestag und das Europäischen Parlament beschäftigten sich mehrmals mit der Tibet Frage, zuletzt das Europäische Parlament im Dezember 2007. Es zeigt sich "tief besorgt über die Meldungen von anhaltenden Menschenrechtsverletzungen in Tibet und den übrigen von Tibetern bewohnten Provinzen, dazu gehören Folter, willkürliche Festnahmen und Haft, Unterdrückung der Religionsfreiheit, willkürliche Einschränkung der Bewegungsfreiheit, Lager zur Umerziehung der Arbeit."
Bernd J. Fertig, (public relations, Mitglied der Regionalgruppe Würzburg)
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