TIBET INITIATIVE DEUTSCHLAND e.V.

Geshe Lobsang ein Schüler von
Tenzin Delek Rinpoche erzählt

16.11.2004

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Dienstag den 16.11. Bericht über eine Veranstaltung in Nürnberg im Café Wanner am Dutzenteich


Der Vortragsabend von ICT wurde von Dechen Pemba geleitet, die auch als Übersetzerin fungierte.
Geshe la Ngawang Tarchen von Chödzong (tibt. buddhist. Zentrum in Fürth) war auch zugegen- siehe Foto

 
Geshe la Lobsang Tenpa, ein Schüler von Tenzin Delek Rinpoche, erzählte über das Leben und Wirken seines Lehrers, von seinem unerschrockenen und bedingungslosen Einsatz für seine Landsleute bis zu seiner Gefangennahme. Rinpoche musste sich einige Male im Wald verstecken, um sich der Verfolgung durch das chinesische Regime zu entziehen. Sosehr er anfangs von den Machthaber für seine sozialen Projekte wie Schulen, Altersheime, Krankenstationen etc. gelobt wurde, so gnadenlos attackierte man ihn später wegen seines Erfolgs und Ansehens als religiöse Autorität in seiner Region. Rinpoche machte nie ein Hehl aus seinem Respekt für den Dalai Lama und war selbst unter Androhung von Kerkerstrafe nicht bereit, ein Dekret zu unterschreiben, das ihm die Verleugnung S.H. als religiösen Führer der Tibeter und die Anerkennung des „chinesischen Panchen Lamas“ abverlangte. Er wurde schließlich in einer Nacht und Nebelaktion gefangen genommen. Er bat seine Landsleute, nicht wieder eine Protestnote bei der Zentralregierung einzureichen, wie das bereits bei einer früheren Festnahme geschehen war. Er wusste, dass es diesmal aussichtslos wäre und wollte niemanden gefährden. Mit dem ihm unterstellten Bombenattentat hat er nie und nimmer irgendetwas zu tun. Dies bestätigte Rinpoche auch auf einem Tonband, das aus dem Gefängnis geschmuggelt wurde.

Mitglieder der TID RG Würzburg:
"Es war sehr berührend, den Geshe in seiner Betroffenheit und tiefen Verehrung für diesen außergewöhnlichen Menschen Tenzin Delek Rinpoche zu erleben".

Am Ende der Veranstaltung wurden weitere Postkarten für die „Wall of Hope“ gesammelt und die Teilnehmer unterschrieben auch die Protestnote der TID, die unserem Außenminister Joschka Fischer übergeben werden soll.


Aus aktuellem Anlass wollen wir hier kurz auf die Unterschiede TID-ICT hinweisen, damit deutlich wird, dass sich beide Organisationen für Tibet einsetzen. die Zielrichtung ist ähnlich, die Organisationsstruktur völlig verschieden.

Die Tibet Initiative Deutschland leistet seit Jahren politische Basisarbeit und vielfältige Aktionen, die stets auch Einzelschicksale betreffen und so direkt und effektiv Hilfe bietet. Sie besteht seit vielen Jahren und kann sich auf eine breite Basis durch die Regionalgruppenarbeit vor Ort stützen. Die Infoarbeit wird getragen von vielen ehrenamtlichen Mitgliedern, die sich ganz individuell einbringen.

Die ICT, die erst vor kurzem auch in Deutschland gegründet wurde, arbeitet mehr auf der internationalen politischen Ebene, hat keine Regionalstruktur und keine Mitglieder. Sie generiert Spenden um ihre Hilfe für Tibet zu finanzieren.



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