Vom 02. - 10. Dezember 2004 finden in mehreren großen Städten Deutschlands, darunter Berlin, Bamberg, Hildesheim, Würzburg und Ulm Mahnwachen für den zum Tode verurteilten Tibeter Tenzin Deleg Rinpoche statt.
Vor einem Jahr, am 2.12.2002, verhängte das Mittlere Volksgericht von Karze in einem Eilverfahren die Todesstrafe über TENZIN DELEG RINPOCHE wegen angeblicher Beteiligung an Bombenanschlägen in Chengdu. Dem Beklagten wurde unabhängiger juristischer Beistand verwehrt.
Ab April 2004 droht TENZIN DELEG RINPOCHE die Hinrichtung!
Die Zeit von seiner Festnahme am 7. April 2002 bis zum Prozessbeginn verwehrte man ihm acht Monate lang den Kontakt zur Außenwelt. Es gibt daher Grund zur Annahme, dass er in dieser Zeit misshandelt oder gefoltert wurde, und dass der Prozess nicht den internationalen Standards für ein faires Gerichtsverfahren entsprach. Seit vielen Jahren ist das der erste bekannt gewordene Fall von Todesurteilen gegen Tibeter wegen angeblicher politischer Vergehen.
In einer während des Prozesses an die Außenwelt geschmuggelten Botschaft vom 18. Januar 2003 distanzierte sich Tenzin Deleg Rinpoche in aller Deutlichkeit von der Anklage:
"Was immer die Behörden sagen, ich bin vollkommen unschuldig", heißt es in der Mitteilung. "Ich habe die Menschen immer angehalten, sich großherzig und achtsam zu begegnen. [...] Ich habe auch immer betont, dass es ein Vergehen ist, seine Hand gegen andere zu erheben."
Tenzin Deleg Rinpoche, ein hoch angesehener Lehrer des Buddhismus aus Lithang in Karze, ist für seine mutigen Äußerungen über die repressive Politik der Chinesen in Tibet berühmt. Sein großer Einsatz dient der Wiederbelebung der tibetischen Kultur und Religion.
Die unter dem Vorwand der Bekämpfung des Terrorismus gefällten Urteile sollen den Einfluss der religiösen Führungspersönlichkeiten in Tibet brechen. Die Todesstrafe wird in der Volksrepublik China nach wie vor in großem Maße willkürlich und oftmals aus politischem Kalkül angewandt. Todesurteile werden durch Erschießen oder durch eine Giftspritze vollstreckt. Seit dem Beginn der Anti-Kriminalitäts-Kampagne "Hartes Durchgreifen", ist die Zahl der Exekutionen in der Volksrepublik China dramatisch angestiegen.

Unterschriftenliste Tenzin Deleg Rinpoche

Unterschriftenliste Wangyal Tenzin

A4 Bild von Tenzin Deleg zum ausdrucken (248 k)
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Mahnwachen der TID RG Würzburg



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