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TIBET INITIATIVE DEUTSCHLAND e.V.
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Seminar mit dem ehrw. Dagri Rinpoche in Würzburg
19. und 20.6. 2004
Rottenbauer, Hoffeldäcker 20
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Anmeldung: Eva Anderson 0931/53009 und Carmen Deckelmann 0931/69225 oder
Internet: kuczewski-anderson@t-online.de, www.dakini-netzwerk.de
Spenden für Erw. Rinpoche werden gerne angenommen |
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Seminar mit dem ehrw. Dagri Rinpoche in Würzburg
Dagri Lungrig Gyatso Wangyal, ein hoher Würdenträger des tibetischen Buddhismus kommt im Juni dieses Jahres wieder nach Würzburg.
Dagri Rinpoche gehört zu den hochkarätigen Lehrern des tibetischen Buddhismus. Er wurde in Tibet in der Nähe der Hauptstadt Lhasa 1956 geboren und wuchs unter dem chinesischen Regime auf. Dennoch konnte er sich im Verborgenen die Grundbegriffe des Dharma aneignen. 1983 floh er, um der Bedrohung durch die chinesischen Behörden zu entgehen Er studierte an der Klosteruniversität Sera in Südindien buddhistische Philosophie und erwarb 1999 den Geshegrad (entsprechend dem Doktortitel). Danach wurde er von S.H. dem Dalai Lama eingeladen, sich in Dharamsala in der Nähe seines Klosters nieder zu lassen.
Dagri Rinpoche lehrt seit 2002 auch im Westen. Er war letztes Jahr auf einer Tour durch Europa (Deutschland, Spanien und Italien), und er wird auch heuer wieder mehrere Monate unterwegs sein, um in verschiedenen Dharmazentren Belehrungen zu geben. Wir schätzen uns glücklich, Rinpoche in Würzburg begrüßen zu dürfen und ein Wochenende mit ihm zu verbringen.
Rinpoche hat das 6. Kapitel des „Leitfaden für die Lebensweise eines Bodhisattvas“ (Tharpa Verlag Zürich 2004) „Sich auf Geduld verlassen“ als Grundlage seiner Belehrungen gewählt. Es geht dabei um den Umgang mit Wut und schmerzlichen Gefühlen.
Zeit: Samstag, 19.06. 10:00 bis 13:00 Uhr und 15:00 bis 18:00 Uhr
Sonntag, 20.06. 10:00 bis 13:00 Uhr und 14:00 bis 16:00 Uhr
Ort: Psychotherapeutische Praxis Carmen Deckelmann
Hoffeldäcker 20, 97084 Würzburg Rottenbauer
(leicht erreichbar mit Straßenbahnlinie 5)
Anmeldung: Eva Anderson 0931/53009 und Carmen Deckelmann 0931/69225 oder Internet: kuczewski-anderson@t-online.de, www.dakini-netzwerk.de
Kosten: Spenden nach eigener Einschätzung
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Seminar mit dem ehrw. Dagri Rinpoche in Würzburg im Juni 2004
Dagri Lungrig Gyatso Wangyal, ein hoher Würdenträger des tibetischen Buddhismus,
kommt im Juni dieses Jahres wieder nach Würzburg.
Dagri Rinpoche wurde 1956 in Nachuk in der Nähe Lhasas geboren und in seinem 2. Lebensjahr vom Dalai Lama als Reinkarnation des verstorbenen Dagri Rinpoche anerkannt. Er erhielt die Mönchsrobe im Kloster Gargon. Als er 4 Jahre alt war, brach die Kulturrevolution über Tibet herein. Der außergewöhnliche kleine Junge wurde zum Ziegen- und Schafehüten eingesetzt. Mit 13 schickte man ihn in die Kohlengrube, wo er 10 Jahre lang körperliche Schwerstarbeit leisten musste. Er lernte jedoch fließend chinesisch und studierte tibetische und chinesische Literatur in der knapp bemessenen Freizeit. Als 1979 der Druck des chinesischen Regimes ein wenig nachließ, wurde Dagri Rinpoche zu Büroarbeiten eingesetzt. Er durfte als Lehrer und Buchhalter sein Leben fristen. Die Schüler seiner früheren Inkarnation - aus der Zwangsarbeit entlassene Lamas und Geshes - überredeten Dagri Rinpoche mit Aufbauarbeiten zu beginnen, um Dharma und Kultur des tibetischen Buddhismus zu bewahren. 1982 erhielt Dagri Rinpoche vom ehemaligen Abt des berühmten Klosters Sere Jey die volle Ordination. Er widmete sich den Studien des Lamrim („Stufenweg zur Erleuchtung“ nach Tsongrhapa). Das chinesische Regime wollte Dagri Rinpoche wegen seiner fachlichen Kompetenz, seinem hohen Rang in der Hierarchie der tibetischen Mönchsgemeinde und seiner ausgezeichneten Kenntnisse der chinesischen Sprache zum Minister für tibetische Religionsangelegenheiten machen. Rinpoche lehnte jedoch ab. Er zog es vor, in Norbu Lingka im Verborgenen zu leben und an der Herausgabe von Biographien und Büchern über Geschichte, Religion und Kultur Tibets zu arbeiten.
Als er vom Tutor des Dalai Lama eine Einleitung nach Sera Jey, dem berühmten Exilkloster in Südindien erhielt, plante Rinpoche auf Drängen seiner Schüler zu flüchten und die Lehre des Buddha in einem freien Land zu erhalten und zu pflegen und die Welt über die entwürdigenden politischen Zustände in Tibet aufzuklären. Wegen seiner Aktivitäten beim Wiederaufbau des Klosters Ganden, wo er die Kunst der Debatte mit viel Erfolg lehrte, hielten die chinesischen Machthaber die Reisepapiere jedoch 5 Jahre lang zurück. Das gab Dagri Rinpoche die Gelegenheit, sich in der Zwischenzeit auch für das Frauenkloster Gargon Samtenling tatkräftig einzusetzen. Aus diesem Kloster kamen später viele der jungen Nonnen, die durch ihren mutigen politischen Widerstand Vorbildcharakter für alle Tibeter erhielten (Ngawang Sandrol und Phuntsok Nyidrol um die bekanntesten zu nennen).
Endlich am 22.07.1983 konnte Rinpoche nach Nepal entkommen. Er wurde im Kloster Kopan freudig empfangen. Nach einer Zwischenstation in der Dhraamsala reiste Rinpoche nach Sera Jey, um dort an der Klosteruniversität zu studieren und den Geshe Grad zu erwerben. Er schloss das Studium 1999 mit dm Titel des Geshe Lharampa ab (die höchste Stufe der philosophischen Studien im tibetischen Buddhismus, entsprechend einem Doktortitel im Westen).
Dagri Rinpoche beginnt seither auch im Westen zu lehren. Er war schon letztes Jahr auf einer Lehrreise durch Europa (Deutschland, Spanien und Italien), und er wird auch heuer wieder mehrere Monate unterwegs sein, um in verschiedenen Dharmazentren Belehrungen zu geben. Wir schätzen uns glücklich, Rinpoche in Würzburg begrüßen zu dürfen und ein Wochenende mit ihm zu verbringen.
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