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TIBET INITIATIVE DEUTSCHLAND e.V.

Begegnung unserer tib. Gäste mit Kommunalpolitikern

02.02.2004

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Im Rahmen ihrer, von der Heinrich-Böll-Stiftung geförderten Deutschlandreise besuchten der Erw. Yeshe Togden und Kalsang Phuntsok Lama vom 31. Januar bis 02. Februar Würzburg.
Die beiden tibetischen Gäste sind Vertreter von führenden Organisationen, die sich für Tibeter einsetzen.

Auftakt ihres Besuches in Würzburg war die Veranstaltung der Tibet Initiative Deutschland, Regionalgruppe Würzburg "Trauma - Überleben und Bewältigen" im Matthias-Ehrenfried Haus, in der die Gäste über ihre Erlebnisse und deren Folgen in chinesischen Gefängnissen berichteten. Neben den tibet. Gästen war auch die Würzburger Traumatherapeutin Luise Moosburger maßgeblich beteiligt, die durch einführende Informationen eine allgemeine Übersicht über erlebte Folter und Misshandlung gab. Übersetzt wurde der Abend von Irmgard Mengele (tibetisch/deutsch).

Ihren Aufenthalt in Würzburg beendeten sie am darauffolgenden Montag, 2.2.04, mit dem Besuch des Rathauses, in dem sie von Frau Bürgermeisterin Schäfer, Frau Stadträtin Fabisch-Uthe sowie dem Kulturreferenten Herrn Hartenstein empfangen wurden.
Frau Simone Emmert und Bernd J. Fertig begleiteten beide. In der Gesprächsrunde, die in sehr angenehmer Atmosphäre stattfand stellten die Gäste aus Dharamsala/Indien, kurz ihre Organisationen dar, die sie als Präsidenten repräsentieren. Schon bald entwickelte sich eine angeregte Unterhaltung über die Situation der Menschenrechte in Tibet und die Frage, wie das Interesse der lokalen Bevölkerung, der nationalen Politiker und das der Vereinten Nationen am Thema Tibet verstärkt werden kann.
Dabei kam man zu dem Schluss, dass die Aufgabe der TID RG Würzburg, auf regionaler Ebene die Menschen besser über das Schicksal der Tibeter informiert und sensibilisiert werden müssen. Frau Bürgermeisterin und die Gastgebenden StadträtInnen sicherten spontan ihre tatkräftige Unterstützung zu und machten konkrete Vorschläge, wie die Würzburger Bürger über Tibet aufgeklärt werden könnte, so z.B. durch den Besuch in Schulen. Darüber hinaus werden am Flaggentag, dem Gedanken an den tibet. Aufstand in Lhasa gegen die chinesischen Besatzer, am 10. März die tibetische Flagge am Bahnhofsvorplatz und (beantragt) am Würzburger Rathaus mahnend wehen.
Die beiden tibetischen Besucher haben sich über den herzlichen Empfang und die zugesicherte Unterstützung sehr gefreut und konnten mit der Gewissheit, neue Verbündete gefunden zu haben, ihre Weiterreise nach Düsseldorf und zum TID Regionalgruppentreffen im Frankfurter Römer am Wochenende antreten.

Am 2.2.2004 sind Vertreter von Gu-Chu-Sum und ITC im Rathaus zu Würzburg.

Yeshe Togden
Der Ehrwürdige Yeshe Togden, geboren um 1965 in Meldro Gungka bei Lhasa, hat später 1990 in Dharamsala Gu-Chu-Sum, den Verein ehemaliger politischer Gefangener, (www.guchusum.org) mitbegründet und ist seither Vorsitzender. 1986 trat er dem Ganden-Kloster bei und nahm am 5. März 1988 an der großen Demonstration im Jokhang-Tempel während des Monlam-Festes teil. Er wurde verhaftet und fünfundeinhalb Monate gefangengehalten, zunächst in Gutsa und später in Sangyip. Während dieser Zeit lernte er die grausame Wirklichkeit des Gefängnisalltags, die katastrophale Ernährungssituation und Folter in Tibet kennen.

Kalsang Phuntsok Lama
(seit 2002 Präsident of TYC)
Geboren 1960 in Kathmandu. Er hat bereits während seiner Schulzeit in Mungod und Darjeeling und während seines Studiums an der Punjab University in Chandigarh aktiv beim Tibetan Youth Congress in leitender Funktion mitgewirkt. 2002 wurde er zum Präsidenten des TYC (www.tibetanyouthcongress.org) gewählt.
Der Tibetan Youth Congress, 1970 von damals führenden jungen Tibetern im Exil gegründet, stieg sofort zu der einflußreichsten Organisation in der tibetischen Exilgemeinde auf.